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Das macht Fertigparkett zum Bestseller

Das macht Fertigparkett zum Bestseller

Holz oder Kunststoff? Fertigparkett oder Massivholz? Beschränkte Haltbarkeit oder für die Ewigkeit? Die Fragen nach dem passenden Bodenbelag sind immer wieder schwierig zu beantworten, denn viele verschiedene Aspekte wie die baulichen Gegebenheiten, die Art der Nutzung, die finanzielle Situation und nicht zuletzt die eigenen Heimwerker-Fähigkeiten beeinflussen die Entscheidung. Mit der Wahl eines Fertigparketts lassen sich jedoch viele dieser Anforderungen erfüllen, weshalb nicht weiter verwunderlich ist, dass die Anzahl derer, die zu diesem ebenso attraktiven wie erschwinglichen Holzboden greifen, immer weiter steigt. So sind Fertigparkett Landhausdielen im Laufe der Zeit zu einem richtiggehenden Bestseller geworden. Im folgenden Beitrag erfahren Sie die Gründe dafür und werden im Anschluss hoffentlich besser beurteilen können, ob das Fertigparkett auch für Ihre Erfordernisse die richtige Wahl ist.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Fertigparkett – Vom Luxusgut zum Heimwerker-Standard
  2. Der Aufbau von Fertigparkett
  3. Fertigparkett mit verschiedenen Oberflächen
  4. Nur ein Klick: Fertigparkett verlegen
  5. Die Besonderheiten von Fertigparkett im Überblick
  6. Unser Fazit: Fertigparkett ist eine gute und schnelle Lösung

1. Fertigparkett – Vom Luxusgut zum Heimwerker-Standard

Bereits seit Jahrhunderten werden in historischen Gebäuden Massivholzdielen verlegt. Wir kennen es vor allem aus Barockschlössern und Palästen und bewundern die luxuriöse und scheinbar unvergängliche Pracht. Im Zuge der Industrialisierung im 19. Jahrhundert wurde es möglich, Parkett maschinell herzustellen, wodurch es sich weiter verbreitete und auch in wohlhabende Privatwohnungen Einzug hielt. Ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Fertigparkett erfunden und nach und nach weitere bahnbrechende Verbesserungen: Mehrschichtaufbau, einfache Klicksysteme sowie verbesserte Oberflächenbehandlungen sorgten langsam aber sicher für allgemeines Interesse, geringere Kosten und höheren Absatz. Inzwischen ist schon lange keine Ausbildung mehr erforderlich, um Fertigparkett zu verlegen und kein Großgrundbesitz notwendig, um den Holzboden finanzieren zu können. Fertigparkett ist praktisch für jeden erschwinglich, leicht zu verlegen und daher für die meisten eine gute Wahl.

2. Der Aufbau von Fertigparkett

Fertigparkett ist in zwei oder drei Schichten erhältlich, wobei drei Schichten die Regel sind: Eine Parkettdiele besteht aus einer Deck- bzw. Nutzschicht, einer Mittellage bzw. Trägerschicht und einem Gegenzug. Alle drei Schichten werden quer zueinander verleimt, um die Formstabilität zu erhöhen und Spannungen zu vermeiden. Die Nutzschicht mit der sichtbaren Oberfläche besteht aus der hochwertigen Holzart, die dem Parkett den Namen gibt. Sie wird durch eine Oberflächenbehandlung aus Lack, Wachs oder Öl geschützt und ist normalerweise zwei bis vier Millimeter dick. Damit das Fertigparkett im Laufe der Jahre möglichst auch einmal abgeschliffen werden kann, sollte die Nutzschicht jedoch mindestens drei Millimeter dick sein. Im Prinzip gilt: Je dicker, umso besser – das bedeutet allerdings auch: umso teurer. Für die Mittellage werden meistens günstigere Hölzer verwendet. Hier ist die Klickverbindung angebracht, die dafür sorgt, dass die einzelnen Dielen leicht aneinander befestigt werden können und anschließend fest verbunden bleiben. Der Gegenzug sorgt für die Formstabilität der Dielen und ist wiederum quer zur Mittellage ausgerichtet. Das Arbeiten des Holzes und die Fugenbildung werden dadurch verringert.

Parkett 3-Schicht-Aufbau

3. Fertigparkett mit verschiedenen Oberflächen

Es gibt kaum eine Holzart, die nicht als Fertigparkett angeboten wird – und wenn doch, ist sie vermutlich grundsätzlich nicht als Bodenbelag geeignet. In der Landhausdielen Manufaktur können Sie beispielsweise zwischen Eiche, Räuchereiche, Doussie, Lärche und Nussbaum wählen. Zusätzlich haben Sie eine große Auswahl an Holzsortierungen, Farben, Maserungen und Oberflächenbehandlungen, mit deren Hilfe Sie die Natürlichkeit Ihres Fertigparketts intensivieren oder wahlweise auch verfremden können.

Das beliebte klassische Eichenparkett zum Beispiel erhalten Sie nicht nur in natürlichen Brauntönen mit geschliffener Oberfläche, sondern auch in hell, mit weißen Farbölen behandelt oder gebürstet und gekalkt. Falls Sie dunkle Farbtöne bevorzugen, könnte die elegante, fast schwarze Räuchereiche zu Ihnen passen. Sie wird während der Fertigung mit Ammoniak behandelt und dunkelt dabei sehr stark nach. Wachstumsmerkmale und Maserung bleiben jedoch erhalten. Für extravagante Farbtöne sorgen Nussbaum und Doussie schon von Natur aus. Je nachdem, welche Wirkung Sie erzielen möchten, können Sie sich zudem an den verschiedenen Holzsortierungen orientieren, um ein eher dezentes, beruhigendes Fertigparkett mit wenigen Wachstumsmerkmalen zu finden (Select, Natur) oder um im Gegenteil mit vielen Astlöchern, Rissen und intensiven Farbspielen eine besonders lebhafte und auffällige Atmosphäre zu erzeugen (Markant, Rustikal).

4. Nur ein Klick: Fertigparkett verlegen

Fertigparkett wird auch als Klickparkett bezeichnet, was auf das Klick-Geräusch zurückzuführen ist, das beim Verbinden einzelner Parkettdielen entsteht. Verschiedene Klicksysteme, die alle auf mehr oder weniger ähnliche Weise funktionieren, sorgen einerseits dafür, dass der Parkettboden perfekt zusammenhält, ohne verklebt werden zu müssen. Andererseits vereinfachen sie die Arbeitsschritte so erheblich, dass auch Laien keine Probleme beim Verlegen haben sollten. Zudem sind die handelsüblichen Fertigparkett-Dielen relativ lang und breit und ermöglichen somit ein schnelles Vorgehen. Die einzelnen Dielen werden entweder reihenweise oder einzeln miteinander verbunden; je nach Klicksystem benötigen Sie eventuell noch Gummihammer und Schlagholz, um das Einrasten der Klick-Verbindung zu unterstützen. Falls das Fertigparkett zugeschnitten werden muss, ist zusätzlich noch der Einsatz einer Stichsäge notwendig.

Bevor die Parkettdielen im Rahmen einer schwimmenden Verlegung zusammengefügt werden können, sind allerdings noch einige Vorarbeiten zu tätigen:

    • Der Untergrund muss sauber und eben sein.
    • Unebenheiten sollten mit Spachtelmasse ausgeglichen werden.
    • Als Unterlage ist eine Trittschalldämmung notwendig.
    • Die Parkettdielen müssen mindestens 48 Stunden vor dem Verlegen an das Raumklima gewöhnt werden.

Wichtig ist auch, dass beim Verlegen des Fertigparketts die Dehnungsfuge zur Wand eingeplant wird, damit das Parkett bei Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen ausreichend Platz zur Ausdehnung hat. All diese Arbeitsschritte lassen sich ohne Probleme in Eigenregie ausführen – wobei ein wenig handwerkliches Geschick selbstverständlich nicht schaden kann. Bei Interesse finden Sie in unserem Onlineblog eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um Fertigparkett schwimmend zu verlegen.

5. Die Besonderheiten von Fertigparkett im Überblick

Fertigparkett bietet eine ganze Reihe überzeugender Vorteile, die den wenigen Nachteilen deutlich überlegen sind:

Fertigparkett Vorteile

    • Formstabilität: Fertigparkett ist sehr robust und hat wegen des Mehrschichtaufbaus ein nur geringes Quell- und Schwundverhalten.
    • Oberflächenbehandlung: Fertigparkett wird in der Regel bereits bei der Fertigung mit Wachs, Öl oder Lack behandelt; auf die erforderliche Ersteinpflege kann je nach Endbehandlung verzichtet werden.
    • Einfach und zeitsparend: Das Verlegen erfordert kaum Werkzeug und vergleichsweise wenig Zeit; die Arbeit in Eigenregie auszuführen, ist kein Problem.
    • Keine Trocknungsphase: Da kein Kleber verwendet wird, der trocknen müsste, ist Fertigparkett direkt nach dem Verlegen wieder begeh- und belastbar.
    • Wichtig für Mieter: Fertigparkett kann relativ leicht und schnell entfernt und ggf. sogar wiederverwendet werden.
    • Besondere Umstände: Die Kombination mit einer Fußbodenheizung ist in aller Regel kein Problem.
    • Niedrige Kosten: Fertigparkett ist in der Regel deutlich günstiger als Massivparkett; die Kosten für den Handwerker können zudem leicht eingespart werden.

Fertigparkett Nachteile

    • Geringere Lebensdauer: Je nach Stärke der Nutzschicht kann Fertigparkett nur ein- bis dreimal abgeschliffen werden.

Badewanne mit Ausblick

6. Unser Fazit: Fertigparkett ist eine gute und schnelle Lösung

Fertigparkett sieht genauso aus wie Massivholz, bietet davon abgesehen aber einige Vorteile, mit denen Massivparkett nicht punkten kann. Fertigparkett ist besonders formstabil, vergleichsweise günstig sowie leicht und schnell zu verlegen. Die Fugen bleiben im Vergleich zum Massivholz dauerhaft geschlossen. Ein nennenswertes Arbeiten oder Schüsseln ist nicht zu erwarten. Und sogar der entscheidende Nachteil der kürzeren Lebensdauer kann sich zum Vorteil wandeln, wenn ohnehin keine langfristige Planung möglich oder gewollt ist. Für Mieter wird Fertigparkett in jedem Fall die bessere Wahl sein. Ebenso für Menschen, die noch nicht genau wissen, wo sie ihr persönlicher Weg hinführen wird, weil sie vielleicht häufiger umziehen oder in regelmäßigen Abständen ihre Innenausstattung ändern möchten. In diesen Fällen erhöht Fertigparkett zusätzlich die Flexibilität und schont gleichzeitig den Geldbeutel. Wer nicht gleich für die Ewigkeit bauen will, wird mit Fertigparkett eine gute Entscheidung treffen.

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